Rund 70 Interessierte zwischen 30 und 85 Jahren kamen am vergangenen Montag ins Gemeindehaus der Evangelisch-methodistischen Kirchengemeinde Rothenbergen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie gemeinschaftliches Wohnen und insbesondere Mehrgenerationenwohnen in Gründau gestaltet werden kann.
Referentin Irmhild Neidhardt von der Vernetzungs- und Beratungsstelle für gemeinschaftliches Wohnen Spessart und Main-Kinzig-Kreis gab einen Überblick über unterschiedliche Wohnformen. Sie stellte Beispiele aus ländlichen und städtischen Regionen vor und informierte über mögliche Rechtsformen sowie Fördermöglichkeiten.
Gemeinschaftliche Wohnprojekte können Menschen verschiedener Generationen zusammenbringen. Sie bieten älteren Menschen die Möglichkeit, selbstbestimmt zu leben und zugleich auf ein nachbarschaftliches Umfeld zählen zu können. Auch junge Familien, Alleinerziehende und Menschen, die bezahlbaren Wohnraum suchen, können davon profitieren. Im Mittelpunkt stehen gegenseitige Unterstützung, ein lebendiges Miteinander und die gemeinsame Gestaltung des Wohnumfelds.
Neidhardt erläuterte zudem, welchen Nutzen solche Projekte für Kommunen und die Region haben können. Wo Menschen sich kennen, aufeinander achten und Verantwortung teilen, entstehen Orte derBegegnung und des Zusammenhalts. Pastor Ralf Schweinsberg betonte: „Gemeinschaftliches Wohnen schafft nicht nur neuen Wohnraum, sondern auch Orte der Begegnung und des Zusammenhalts. In gemeinschaftlichen Wohnprojekten können wir unser Wohnen zukunftsfähig mitgestalten.“
Die große Beteiligung zeigte: Das Thema trifft auf breites Interesse. Nun soll es weitergehen!
Für alle, die konkret an einem solchen Prozess mitwirken möchten, wird ein „Runder Tisch“ eingerichtet. Bereits rund 20 Personen meldeten sich bei der Auftaktveranstaltung dafür an.
Das erste Treffen des Runden Tisches findet am 12. Oktober um 19 Uhr erneut im Gemeindehaus der Evangelisch-methodistischen Kirchengemeinde in Rothenbergen, Kirchbergstraße 10, statt.
Weitere Interessierte sind willkommen!
Eurer Ralf Schweinsberg
PS: Das Projekt soll auf dem Grundstück unserer Kirche in Rothenbergen gebaut werden! (Christen) aus unserem ganzen Bezirk sind eingeladen, diese Gemeinschaft mitzugestalten!
